Eine Woche als Maschinenbauingenieurin – Meine Teilnahme am pro8-Wettbewerb der FH Aachen

Im Frühjahr 2026 nahm ich am pro8-Wettbewerb des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik der FH Aachen teil. Das transdisziplinäre Teamprojekt ist ein Pflichtmodul für Studierende der Bachelorstudiengänge Maschinenbau, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen.
Anhand einer realen technischen Fragestellung aus der Wirtschaft konnte ich gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden eine Woche lang hautnah erleben, wie Maschinenbauingenieurinnen und -ingenieure arbeiten.

Nach einer kurzen Einführung am ersten Tag wurden wir in Teams eingeteilt und starteten direkt mit Teambuilding-Aktivitäten. Neben den zahlreichen Teams der
Studierenden tüftelten auch zwei Schülerteams eine Woche lang an der diesjährigen Aufgabenstellung, die von der Sinto AGTOS GmbH mit Sitz in Emsdetten kam. Aufgabe war die Konzeptionierung einer  Schleuderrad-Strahl-Versuchsanlage, mit der verschiedene Versuche zur Oberflächenbearbeitung durchgeführt werden können.
Dabei mussten viele Anforderungen und Vorgaben erfüllt werden.
Zum Beispiel mussten eine stufenlos einstellbare Drehvorrichtung für Proben und verschiedene Positionierungsmöglichkeiten vorgesehen werden sowie auf die einfache Bedienbarkeit und schnelle Reinigung der Anlage geachtet werden. Außerdem musste die Anlage so konzipiert werden, dass das Strahlmittel durch Schwerkraft transportiert wird und alle Komponenten robust genug sind, um dem starken Verschleiß standzuhalten.
Während der Woche hatten wir je einmal die Gelegenheit zu kurzen Gesprächen mit Experten des Unternehmens beziehungsweise mit Professoren, bei denen wir technische Fragen klärten und Ratschläge erhielten. Diese Unterstützung war besonders wertvoll, da wir so unsere Ideen weiterentwickeln und verbessern konnten.
Neben der technischen Realisierung mussten wir auch die Wirtschaftlichkeit im Blick behalten und haben dazu Kostenvoranschläge eingeholt.
Am Ende der Woche erstellten wir ein 3D-Modell, einen technischen Bericht und ein Poster, auf dem wir unsere Ergebnisse präsentierten.
Zwei Wochen später stellten alle Teams ihre Konzepte einer Jury, bestehend aus Experten der Sinto AGTOS GmbH und Professoren, vor.
Als bestes Schülerteam durften wir, neben den drei besten Studierendenteams, unser erarbeitetes Konzept vor dem Plenum im großen Hörsaal präsentieren.

Das anschließende Abschlussgrillen bot die Gelegenheit für Gespräche mit den Professoren und den Austausch mit den Studierenden.
Die Teilnahme am pro8-Wettbewerb hat gezeigt, wie spannend und vielseitig Ingenieurarbeit ist. Besonders die Kombination aus Technik, Wirtschaft und Teamarbeit hat mir sehr gefallen.

Theresa Mohnen, Q1