6e – Auf ins Klassenabenteuer!

Am Montagmorgen, dem 7.9., sollte unsere Klassenfahrt zur Jugendherberge losgehen. Mit unseren Klassenlehrern, Herrn und Frau Hartmann, und jeder Menge Gepäck ging es zum Bus. Als alles gut verstaut war und jeder einen Sitzplatz hatte, fuhr der Bus nach Ahrweiler los. Mit uns fuhren die Klassen 6b und 6c. Es wurde viel gequatscht und gelacht. Nach 90 Minuten Fahrt kamen wir endlich an. Schnell wurde ausgeladen und wir versammelten uns. Das Gepäck wurde abgestellt und wir marschierten zum Spielplatz. Dort wurden die Eltern angerufen und ihnen Bescheid gegeben, dass alle gut angekommen waren. Danach wurde gelacht und getobt.

Drei Stunden später ging es zurück in die wunderschöne Jugendherberge. Dort gab es leckeres Mittagessen. Als wir aus der 6e fertig waren, liefen wir in die Stadt. Die Stimmung hätte nicht besser sein können. Wir lachten und erzählten viele lustige Geschichten. Als wir an der Kirche ankamen, wurden uns die Blätter für die Stadtrallye ausgeteilt. In Teams sollten wir diese bearbeiten, aber gleichzeitig viel Spaß haben. Wir hatten zwei Stunden Zeit. Die Teams verteilten sich, und viele fragten die Einheimischen, die uns gerne weiterhalfen. Auch die Läden waren sehr beliebt, vor allem die Eisdiele und bei den Mädels der Brautkleidladen.

Die Zeit verging wie im Flug. Schon trafen wir uns wieder auf dem großen Platz an der Kirche. Viele hatten Andenken oder Mitbringsel gekauft, wie auch unsere Klassenlehrer für ihre beiden Töchter.

Glücklich spazierten wir zurück zur Jugendherberge. Dort bekamen wir unsere gemütlichen Zimmer und mit Freude wurde ausgepackt. Die Eltern riefen an und wir erzählten von unserem tollen ersten Tag. Schnell sausten wir runter und bedienten uns am leckeren Abendmahl. Als alle fertig waren und die Tische geputzt waren, verteilten Herr und Frau Hartmann an jedes Zimmer die zwei Zimmerkarten. Danach gab es Freizeit. Es wurde fertig ausgepackt und wir besuchten uns untereinander.

Frau Hartmann teilte uns um 21 Uhr mit, dass wir nun nicht mehr das Zimmer verlassen durften und dass jetzt alle Handys eingesammelt würden. Es wurden noch viele Witze gemacht und viel gelacht. Doch auch danach, als Herr und Frau Hartmann uns mitteilten, dass nun Bettruhe wäre, war noch nicht Ruhe! Doch die anstrengende Stadteroberung machte sich bald bemerkbar und alle schliefen zufrieden ein.

Am Morgen wurde sich schnell fertig gemacht und die Tasche gepackt. Müde, aber aufgeregt, tappten wir zum Frühstück. Nach der leckeren Stärkung wurden die Trinkflaschen aufgefüllt und wir liefen zum bunten Pferd. Hier trafen wir uns. Voller Neugier traten wir den Marsch zur Römervilla an. Aber dieser war anstrengender als gedacht. Doch die schöne Landschaft mit den Weinbergen hatte uns dies ein wenig versüßt.

Wir sprachen über die Stadtrallye und waren uns einig, dass nicht die tollen Fragen und auch nicht das leckere Eis dies zu einem unvergesslichen Event gemacht hatten, sondern die freundlichen Menschen, die uns so nett unterstützt hatten.

Da erblickten wir die Römervilla und schnell rannten wir dorthin. Nach einer erfrischenden Pause betraten wir das Innere und waren ganz hin und weg. Wir teilten uns auf und jede Gruppe bekam einen freundlichen Führer. Uns wurde viel über die Geschichte der Villa erzählt. Danach ging es zu den Räumen. Wir alle fanden es sehr interessant, vor allem, dass nur ein Krug überlebt hatte, oder die Spuren in den Dachziegeln. Aber auch die schönste Decke eines Zimmers und wohl das Lustigste: die Toilette! Nie hätten wir geahnt, dass die Römer auf den Gemeinschaftstoiletten ihre Geschäfte abhielten und denselben Schwamm zur Reinigung verwendeten.

Viel zu schnell ging es zurück zur Jugendherberge. Aber es war ein spannendes Erlebnis, das uns lange in Erinnerung bleiben würde. Herr und Frau Hartmann teilten uns mit, dass wir uns ein wenig beeilen müssten, um rechtzeitig zum Mittagessen wieder da zu sein.

Aber zum Glück kamen wir rechtzeitig zum coolsten Programm, und zwar zum Kletterwald. Der steile und etwas längere Weg erwies sich als sehr anstrengend. Aber Dank der großartigen Wanderstöcke, die eine Mitschülerin gefunden hatte, meisterten wir auch diese Schwierigkeit.

Erschöpft, aber zufrieden, kamen wir an und verschnauften. Unsere Führerinnen beruhigten auch die, die ein wenig ängstlich waren. Die beiden halfen uns, die komplizierten Gurte anzuziehen. Nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir an die Stelle, wo es losging. Nach einer kurzen Anweisung starteten wir auch schon.

Es gab vier Pisten. Die erste war nicht so hoch, aber es gab viele verschiedene Hindernisse. Die zweite und die dritte waren etwas höher, die vierte eine besonders schnelle Abfahrt. Viel zu schnell ging es vorbei. Wir legten unsere Gurte ab und krabbelten in ein Labyrinth aus Seilen. Dies war wie ein Spinnennetz und sehr lustig.

Auf dem Rückweg waren alle ganz glücklich und begeistert. Auch Herrn und Frau Hartmann, die mitgeklettert waren, hatte es großen Spaß gemacht. Auf dem Rückweg trafen wir zwei hübsche Pferde, ein schwarzes und ein graues. Diese tauften zwei Schülerinnen Apple und Aragon.

Zurück in der Jugendherberge erfuhren wir, dass um 21 Uhr die Disco beginnen würde und wir davor bitte die Koffer packen sollten. Manche von uns gingen vorher noch etwas raus und spielten Fußball oder auf dem Spielplatz. Andere kauften sich Süßigkeiten oder quatschten auf den Zimmern.

Danach packten wir unsere Koffer und machten uns für die Disco schick. Wir betraten den großen Raum und erlebten einen unvergesslichen Abend mit lauter Musik, tollen Gesprächen und vielen verrückten Tänzen.

Nach der Party ging es zurück in die Zimmer, wo Herr und Frau Hartmann die Handys einsammelten und allen eine gute Nacht wünschten. Im Anschluss duschten noch viele von uns und fielen todmüde in die Betten. Sie schliefen schnell ein.

Am nächsten Morgen wurden die Koffer zu Ende gepackt und gefrühstückt. Frau Hartmann erzählte, dass wir in den vergangenen zwei Tagen fast 50.000 Schritte gemacht hätten. Da waren wir alle begeistert!

Als wir das Frühstück beendet hatten, liefen wir zurück auf unsere Zimmer und fegten diese. Danach ging es mit dem Gepäck auf die Wiese und zum kleinen Spielplatz.

Später kam der Bus. Ein wenig traurig stiegen wir ein und es ging zurück nach Schleiden. Auf der Fahrt war gute Stimmung. Wir alle fanden, dass dies eine großartige Klassenfahrt war!

In Schleiden empfingen uns unsere Eltern und es gab ein fröhliches Wiedersehen. Glücklich fuhren wir nach Hause.

Malina Kürten, 6e