Sezierung eines Schweineherzens im Humanbiologie-Kurs

Als unser Humanbiologielehrer sagte, dass wir ein Schweineherz sezieren werden, hatten wir zuerst total unterschiedliche Gefühle. Einige von uns freuten sich, weil wir so etwas noch nie gemacht haben, andere hatten z.B. Angst vor dem Geruch. Auch wenn einige so taten, als wäre es nichts Besonderes, waren wir eigentlich alle aufgeregt und stellten uns vor, wie das Herz wohl aussehen würde – glitschig, groß oder einfach seltsam.

Als unser Lehrer dann das Herz aus der Tüte geholt hat, empfanden wir etwas Ekel. nach ein paar Minuten merkten wir, dass es gar nicht so schlimm ist. Das Herz ist kleiner gewesen, als wir gedacht haben, und viel fester. Wir zögerten kurz, aber dann trauten wir uns doch und haben das Herz angefasst. Das fühlte sich komisch an, aber irgendwie auch cool, und wir fühlten uns ein bisschen wie Wissenschaftler*innen.
Während wir das Herz untersuchten, haben wir viele Dinge erkannt, die wir vorher im Unterricht besprochen hatten: die Herzspitze, die dicken Gefäße und die starke Muskulatur. Als wir das Herz aufgeschnitten haben, verstanden wir zum ersten Mal richtig, wie die Kammern aussehen und wie alles miteinander verbunden ist. In den Büchern sah das immer perfekt und sauber aus, aber in echt ist es unregelmäßiger – trotzdem konnte alles gut gefunden werden.

Je länger wir daran arbeiteten, desto weniger eklig ist es für manche von uns gewesen. Eigentlich hat es sogar Spaß gemacht, alles genau anzuschauen. Wir merkten, dass wir uns die Funktion des Herzens jetzt viel besser vorstellen können, weil wir es nicht nur gesehen, sondern auch angefasst haben.
Am Ende der Stunde waren wir stolz, weil wir uns überwunden hatten und wirklich etwas gelernt haben.
Das Herz ist wirklich beeindruckend!
Wir hätten nie gedacht, dass es uns so gefallen wird, aber am Ende ist es eine spannende und unvergessliche Erfahrung gewesen.

Elena und Anna-Lena, Jgst. 9