Auf den Spuren der Antike: Der Latein-Projektkurs in Rom

Am frühen Morgen des Veilchendienstags ging es für 21 Schülerinnen und Schüler unseres neuen Latein-Projektkurses der Q1 gemeinsam mit Frau Schütt-Gerhards, Herrn Richterich und Frau Greuel nach Rom. Passender hätte das Reiseziel kaum sein können: In Rom lag das Zentrum des antiken Weltreichs – hier wurden Entscheidungen getroffen, Geschichte geschrieben und Spuren hinterlassen, die bis heute sichtbar sind. Genau diese Spuren standen im Mittelpunkt unserer Fahrt.

Lernen vor Ort – kreativ und abwechslungsreich

In Kleingruppen bereiteten wir Kurzvorträge zu antiken Sehenswürdigkeiten vor und präsentierten sie vor Ort als innere Monologe, kleine Spielszenen, Gedankenreisen oder klassisch mit Bildern und Infos – so wurde Geschichte lebendig und jede Station zum kleinen Bühnenmoment.

Am ersten Tag, dem Ankommen im Herzen der Antike, bezogen wir nach dem Flug ab Düsseldorf unsere Unterkunft im Zentrum Roms und starteten direkt zu Forum Romanum, Kapitol und Palatin, wo Politik, Alltag und Macht der Antike unmittelbar spürbar wurden; den Abend ließen wir beim gemeinsamen Essen und Erkunden der Umgebung ausklingen. Am zweiten Tag folgte barocke Pracht mit Trevi-Brunnen und Spanischer Treppe, später die Engelsburg mit Engelsbrücke – einst Mausoleum Kaiser Hadrians, später Festung und Residenz; viele nutzten die freie Zeit für einen Abstecher in den Vatikan mit dem Petersdom. Der dritte Tag stand im Zeichen der Monumente der Macht: Kolosseum, Konstantinsbogen als größter erhaltener Triumphbogen Roms und der Titusbogen; im weiten Oval des Circus Maximus wurde die Dimension antiker Spiele greifbar, Regen verschob den Besuch der Caracalla-Thermen auf den Folgetag. Zum Abschluss führten Thermen, Tempel und ein süßer Abschied den Bogen zusammen: Wir besichtigten die eindrucksvollen Caracalla-Thermen, machten einen kurzen Stopp auf dem Campo de`Fiori und standen schließlich im Pantheon – einst Tempel für „alle Götter“, heute eine der best­erhaltenen antiken Bauten und Kirche. Ein gemeinsames italienisches Eis setzte den Schlusspunkt, bevor wir am späten Nachmittag die Rückreise nach Düsseldorf antraten.

Diese Romfahrt hat uns gezeigt, wie nah Vergangenheit sein kann, wenn man mitten in ihr steht. Wir haben viel gesehen, gelernt und gelacht – Eindrücke, die uns noch lange begleiten werden.

Sophie Klöcker (Q1) und Anna-Christina Greuel