Besondere Abiturfeier am CFG 2026
In Gemünd feiern 36 Abiturientinnen und Abiturienten des Bischöflichen Clara-Fey-Gymnasiums Schleiden ihren Abschluss mit Gottesdienst, Festakt und Abiturball
Am Samstag, dem 4. Juli 2026, wurden am Clara-Fey-Gymnasium in Schleiden die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten feierlich entlassen. Zunächst zelebrierte am frühen Nachmittag der Schleidener Pfarrer Thomas Schlütter im Beisein seines evangelischen Kollegen Pfarrer Oliver Joswig die Abiturmesse in der Gemünder Pfarrkirche St. Nikolaus. Die Messe wurde moderiert von Schulseelsorger Jorge Gallegos Sánchez. Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes übernahmen die Bläser der Schulband „Fättes C“ und Lehrerin Miriam Schmitz (Gesang).
Nach einem Sektempfang begann im Anschluss im festlich geschmückten Gemünder Kursaal der offizielle Festakt, moderiert von René Robers, einem der Stufenleiter der Abiturientia, der die Anwesenden alle herzlich willkommen hieß. Nun ergriff Roswitha Schütt-Gerhards, Schulleiterin der Clara-Fey-Schule, das Wort und begrüßte zunächst als Vertreter des Schulträgers Carsten Gier, den Leiter der Abteilung Schule und Hochschule beim Bistum Aachen, den Simmerather Bürgermeister Bernd Goffart als Vertreter aller Bürgermeister des Einzugsgebiets der Schule, alle Lehrerinnen und Lehrer sowie alle anwesenden Angehörigen der Clara-Fey-Schule. Sodann begrüßte sie die Abiturientinnen und Abiturienten und betonte, es handele sich bei ihnen um den „besondersten“ Abiturjahrgang der Schule. Dieser bestehe ausschließlich aus Schülerinnen und Schülern des ersten Realschuljahrgangs der Clara-Fey-Schule sowie einiger anderer Realschulen, die nach dem Mittleren Schulabschluss den Weg zum Abitur eingeschlagen hätten. Die Clara-Fey-Schule war eine von drei Schulen im Kreis Euskirchen, die ein sogenanntes Bündelungsgymnasiun errichtet hatten, an dem diese ehemaligen Realschülerinnen und -schüler die Oberstufe absolvieren und ihr Abitur ablegen konnten, nachdem ihre gleichaltrigen Mitschülerinnen und Mitschüler vom Gymnasium wegen des Wechsels vom acht- zum neunjährigen gymnasialen Bildungsgang bereits im vorigen Jahr ihr Abitur abgelegt hatten und somit 2026 flächendeckend außer an Bündelungsgymnasien keine Abiturprüfungen abgelegt werden konnten. Mit Bezug auf das Motto der Abiturientia „Abitendo – 13 Jahre gespielt und nichts gespeichert“ stellte sie fest, nicht alle hätten gewonnen, jedoch alle ihr Abitur bestanden. Im Folgenden schlug sie einen Bogen zur besonderen Symbolkraft des Datums der Abiturfeier am 4. Juli 2026 und damit am 250. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten von Amerika; auch die Absolventinnen und Absolventen könnten an diesem Tag ihre Unabhängigkeit feiern. Auf dem Weg dahin hätten diese in den drei Oberstufenjahren Selbstorganisation und kritisches Denken gelernt. Sie hätten ihr Abitur geschafft, indem sie sich selbst vertraut hätten, aber auch durch die Mithilfe ihrer Eltern und ihrer Stufenleiter; an diesem Punkt bat sie die Abiturientinnen und Abiturienten, aufzustehen und zunächst ihren Eltern und dann auch den Stufenleitern zu applaudieren. Nun stünden ihnen neue Wege offen, die Möglichkeiten zur Zukunftsentwicklung seien breit gestreut. Zum Abschluss ihrer Rede wünschte die Schulleiterin im Namen der gesamten Schulgemeinschaft allen scheidenden Schülerinnen und Schülern Mut für Entscheidungen, Gelassenheit bei Fehlern sowie Gottvertrauen und gratulierte ihnen herzlich zum bestandenen Abitur.
Für den Schulträger überbrachte anschließend Abteilungsleiter Carsten Gier der Abiturientia Glückwünsche von Bischof Helmut Dieser. Auch Carsten Gier hob die Besonderheit dieses sogenannten „weißen“ Abiturjahrgangs hervor und gratulierte den Abiturientinnen und Abiturienten, ihren Eltern und Familien sowie allen Lehrerinnen und Lehrern, die die scheidende Jahrgangsstufe begleitet hätten. Das diesjährige Abitur falle in Zeiten des Umbruchs, für die insbesondere die KI stehe. Künstliche Intelligenz könne jedoch nicht glauben, hoffen, lieben oder in Ehrfurcht vor der Schönheit der Schöpfung stehen. Das Menschliche bleibe auch in diesen Zeiten wichtig; Menschsein bedeute mehr als Perfektion, nämlich Mitgefühl, Verständnis und füreinander da sein. Als Schülerinnen und Schüler einer katholischen Schule hätten die Absolventinnen und Absolventen erfahren, dass Bildung nicht nur Wissen vermittle, sondern Werte. So wünschte Gier ihnen nicht nur Erfolg in Studium und Beruf, sondern kritisch zu denken, mutig zu entscheiden, offen auf andere zuzugehen sowie Kreativität, Offenheit, Herzenswärme und Neugier. Insgesamt wünschte er ihnen abschließend Glück, Erfolge und Menschen an ihrer Seite, die sie begleiten würden.
Der Simmerather Bürgermeister Bernd Goffart bemerkte, für die meisten Menschen sei der 4. Juli 2026 ein Tag wie jeder andere, für die Abiturientinnen und Abiturienten sei dieser Tag jedoch einer der wichtigsten Tage in ihrem Leben, da sie den höchsten in Deutschland vergebenen Schulabschluss erreicht hätten. Er riet ihnen zum Durchhalten in Schwierigkeiten, zu der Weisheit, nach Fehlentscheidungen einen neuen Weg zu gehen, und ergänzte augenzwinkernd, Umwege erhöhten schließlich die Ortskenntnis. Für ihre Zukunft nach ihrem Abschied von der Schule wünschte Goffart ihnen, wertvoll, erfolgreich und glücklich zu sein.
Als erster musikalischer Beitrag des Abends erklang dann der Song „Hück steiht de Welt still“ von Cat Ballou, mitreißend präsentiert von Jona Gossen (E-Gitarre), Philipp Landen (E-Piano) und Miriam Schmitz (Gesang), alle Mitglieder der Schulband „Fättes C“.
Als Vertreterin der Elternschaft ließ Heike Johnson in ihrem Grußwort zahlreiche Eltern zu Wort kommen, indem sie deren zuvor gesammelte wertschätzende Aussagen über ihre Kinder vorlas. Im Namen der Eltern richtete sie Dankesworte an die Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterin Roswitha Schütt-Gerhards, die Sekretärinnen, die Mensadamen, die Helferinnen und Helfer im Café Clärchen, die Reinigungskräfte, Schulseelsorger Jorge Gallegos Sánchez, die Stufenleiter Verena Backes, Cathrin Semmelsberger und René Robers, sowie die ehemaligen Klassenlehrerinnen aus der Realschulzeit, Heike Jäckel und Kerstin Scheuer-Karsch. Frau Johnson schloss ihr Grußwort mit einem Zitat der Zukunftsforscherin Florence Gaub: „Der Mensch ist das Wesen, das die Fähigkeit hat, sich die Zukunft so detailliert vorzustellen, dass es sie erschaffen kann.“
Für die Stufenleitung der Abiturientia stellte zunächst Stufenleiterin Cathrin Semmelsberger fest, der scheidende Abiturjahrgang sei auf zweierlei Weise ein besonderer Jahrgang: zum einen bestehe er wegen des Wechsels vom achtjährigen zum neunjährigen Gymnasium nur aus ehemaligen Realschülern, zum anderen sei dies die letzte Abiturientia, der Schulleiterin Roswitha Schütt-Gerhards vor ihrem Ruhestand die Abiturzeugnisse überreiche. Mit Bezug auf die zukünftigen Wege der Abiturientinnen und Abiturienten erzählte die zweite Stufenleiterin Verena Backes eine Anekdote über zwei Wanderer, die vor der Wahl stünden, einen direkten, breiten Weg zum Ziel oder einen schmalen Pfad zu wählen. Einer der Wanderer habe den schmalen Pfad gewählt und auf diesem viele Pausen eingelegt, viel gesehen und viele Menschen getroffen und so viel mehr gewonnen als das direkte Erreichen des Ziels; der andere Wanderer habe auf dem direkten Weg das Ziel schnell erreicht, habe aber nichts mitgenommen, sein Herz sei leer geblieben. Schließlich griff René Robers als drittes Mitglied der Stufenleitung das Bild des schmalen Pfads auf und bemerkte, nicht das Ziel an sich, sondern der Weg sei das Ziel. Dies gelte auch für den Weg zum Abitur, an dem die Stufenleitung mitgearbeitet habe. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an Gemeinschaftserlebnisse wie die Orientierungstage in der Einführungsphase, die Studienfahrt oder die Mottowoche vor den letzten Osterferien der Stufe vor dem Abitur. Die scheidende Jahrgangsstufe sei die kleinste Abiturientia in der Geschichte des Bischöflichen Clara-Fey-Gymnasiums gewesen, aber eine Stufe, auf die man sich hundertprozentig habe verlassen können. Im Namen der gesamten Stufenleitung wünschte er den Absolventinnen und Absolventen Ausdauer, Neugier, den Mut, etwas Neues anzufangen, viel Erfolg, Glück, Gesundheit und Gottes Segen und gratulierte ihnen abschließend zum Bestehen des Abiturs.
Ein zweiter Musikbeitrag der Schulband, “Don’t Stop Believin’” von Journey, leitete über zur Ansprache der Abiturientia. Kira Thoma, Lilia Johnson und Leo Sejdic ließen die Oberstufenzeit an der Clara-Fey-Schule in einer heiteren Rede abwechselnd Revue passieren. Am Ende zeigten sie ein kurzes Video, in dem alle Mitglieder der scheidenden Jahrgangsstufe ihre Unterschriften auf eine Glasscheibe setzten.
Die anschließende Ausgabe der Abiturzeugnisse wurde traditionsgemäß aufgelockert durch das Anspielen von Musiktiteln, die einzelne Gruppen von Abiturientinnen und Abiturienten jeweils ausgesucht hatten. Sechsunddreißig Absolventinnen und Absolventen wurden ihre Zeugnisse überreicht.
Einem weiteren musikalischen Beitrag von Mitgliedern der Schulband, „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller, folgten zum Abschluss des offiziellen Festaktes Ehrungen und Danksagungen. Zunächst beglückwünschte Schulleiterin Roswitha Schütt-Gerhards die drei Jahrgangsbesten Kira Thoma, Michelle Schiller und Annika Mersch. Dustin Tümmeler erhielt für herausragende Leistungen im Fach Mathematik eine einjährige Mitgliedschaft in der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und einen Buchpreis. Als beste Chemiker des Jahrgangs erhielten Dustin und Julian Tümmeler den Abiturpreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker. In ihren Abschiedsworten dankte Roswitha Schütt-Gerhards allen an der Organisation und Durchführung der Abiturfeier Beteiligten für ihre Arbeit. Namentlich dankte sie Simon Mussinghoff für die Betreuung der Technik, Stephan Heening für die schriftliche und Jürgen Heller für die fotografische Dokumentation der Feier sowie den Musikern von „Fättes C“ für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes, des Festakts und des späteren Abiturballs. Des Weiteren dankte sie ihrer Stellvertreterin und designierten Nachfolgerin Sonja Hof, den Sekretärinnen, den Mensaköchinnen, der Schulpflegschaftsvorsitzenden Sabine Neuß und deren Stellvertreter André Stoff, den Stufenleitern Cathrin Semmelsberger, Verena Backes und René Robers sowie den Oberstufenkoordinatoren Astrid Golbach, René Robers, dessen Vorgänger bis 2024, Ralf Zimmermann, und zusätzlich ab 2025 Philipp Schuh. Ein letztes Dankeswort der Schulleiterin galt den Eltern der Abiturientinnen und Abiturienten für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihr bemerkenswertes Engagement.
Als Vertreterinnen der Abiturientia dankten Lara Heimerich und Sophie Jöbges im Namen der ganzen Stufe den Musikern der Schulband, Simon Mussinghoff für die Technik, die durchweg funktioniert habe, den Sekretärinnen Claudia Rosenbaum, Anja Eßer und Christine Thur, den Hausmeistern Andreas Bellgardt und Walter Zöll, den Mensaköchinnen Elisabeth Gerstein, Marion Möhrer und (seit Kurzem im Ruhestand) Elfi Spilles, den Stufenleitern und den Oberstufenkoordinatoren sowie den Lehrkräften der Leistungskurse der Stufe, Liselotte Bähr, Sandra Hill, Anna Greuel, Olaf Gruhn und Adrian Weber. Ebenso bedankten sie sich bei Beratungslehrerin Michaela Brock und Schulseelsorger Jorge Gallegos Sánchez für die Vorbereitung des Gottesdienstes und viele gute Gespräche, bei Englischlehrerin Hannah Schell für eine Reise nach Edinburgh, bei Sportlehrer Peter Berners für die Organisation des CFS-Tanzabends, der zur Finanzierung des Abiballs beigetragen habe, bei den ehemaligen Realschul-Klassenlehrerinnen Kerstin Scheuer-Karsch und Heike Jäckel, bei Schulleiterin Roswitha Schütt-Gerhards und ihrer Stellvertreterin Sonja Hof, bei allen Lehrerinnen und Lehrern und dem nichtlehrenden Personal der Schule und insgesamt bei allen Menschen, die die Schülerinnen und Schüler der Abiturientia auf ihrem Weg begleitet hätten.
Damit endete der offizielle Festakt. Bevor dann der Abiturball begann, gab es einen Fototermin in den Außenanlagen des Kurhauses. Gestärkt durch ein reichhaltiges Buffet, feierte man schließlich gemeinsam den Abiturball. Viele Unentwegte tanzten zusammen mit zahlreichen Ehemaligen zu den Sounds von DJ Dave Krumz und der Big Band „Fättes C“ bis weit in die frühen Morgenstunden.
Vom CFG ins weitere Leben entlassen wurden:
Moawiah Alomari, Jan Becker, Hoa Mang Quoc Ðǎng, Peter Dederichs, Merle Esser, Josef Heinrich Maria Gatzweiler, Cedric Gausling, Julia Harth, Anna Maria Heck, Lara Marie Heimerich, Alexander Herpers, Ronja Homann, Lea Marie Hülsmann, Luca Jenniges, Sophie Jöbges, Lilia Mary Johnson, Lani Greta Kandlbinder, Julia Sophie Kanke, Samuel Krauß, Lea Katharina Krumpen, Lea Linden, Annika Sophie Mersch, Julia Mießen, Jenna Müller, Raphael Poschen, Lucía Noél Santana-Vitt, Maike Sauer, Michelle Schiller, Emil Schneider, Jannik Harri Schönhoff, Anna-Maria Schwartz, Leo Sejdic, Kim Corinna Strauch, Kira Thoma, Dustin Tümmeler und JulianTümmeler.
Stephan Heening





